»Mir ist bewusst, dass Fotografie nicht unmittelbar heilen kann, aber sie kann mit ihrer – in der Erinnerung verorteten – Kraft wirken, nachwirken, wappnen und eine Wolldecke, ein Licht und ein Geländer sein.«
Auf Einladung des Ecuadorianischen Botschafters Vicente Albornoz zeigt Anne im Frühjahr/Sommer 2026 eine 24 Fotografien umfassende Einzelausstellung. Sie konzipierte und kuratierte die Bilder – festgehalten auf einer vierwöchigen Reise im Jahr 2016 – frei und eigens für die Räume der Botschaft von Ecuador in Berlin. Es sind, betrachtet man allein ihr Entstehungsjahr, die ersten Arbeiten, die in gänzlich ungeschützter Umgebung entstanden sind; Bilder, die ihre Stärke im Unvertrauten, im Unvorbereiteten, im Unmittelbaren, haben. Zu sehen sind Fotografien, die transportieren, wie ein Land, mit all seinen Kontrasten gefangen nimmt, mit unverblümter Diversität betört; ein Land, das einsteht für die Schätze, die es hebt. Eine besondere Kraft geht von den Menschen aus, die ihre Haustüren und sich selbst mit einer unvermittelten Entschiedenheit öffnen und für die sich zeigende Vielfalt – auf eher zurückhaltende aber nicht minder überzeugende Weise – ein Zuhause bieten.
Interview zur Ausstellung